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MetadatenManagement

Metadatendefinition

In der Literatur werden Metadaten häufig plakativ - aber wenig aussage­kräftig - als „Daten über Daten“ definiert Für den Bereich des Data Warehousing ist diese kurze Charakterisierung zwar auch richtig, jedoch nicht vollständig. Tatsächlich stellen jegliche Daten den zentralen Ausgangspunkt für die Definition von Metadaten dar. Für jedes einzelne Datum können eine Vielzahl von beschreibenden Metadaten festgehalten werden. Dies reicht von Domain-Beschreibungen und Feldnamen bei elementaren Datenfeldern in den operativen Systemen bis hin zu betriebswirt­schaftl­ichen Erläuterungen bei verdichteten Kenngrössen. Darüber hinaus wird mit Hilfe von Metadaten auch festgehalten, wie Daten transformiert wurden, aus welchen Quellen sie stammen, welchem Transformationspfad sie folgen und welche Beziehungen zwischen den Daten existieren.

Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, da diese in allgemeiner Form nicht möglich ist und sehr vom speziellen Realisierungs­fall abhängt.

Er gilt festzuhalten, dass der Umfang von Metadaten im Kontext des Data Warehousing sehr gross ist. Die daraus folgende Komplexität wird durch die zusätzliche Abbildung der Dynamik erheb­lich gesteigert.

An dieser Stelle kann noch auf eine Besonderheit hingewiesen werden, die in der Literatur häufig wenig Beachtung findet. Die selben Daten können kontextabhängig sowohl als Metadaten genutzt werden, als auch eine inhaltliche Datenbasis bilden. Informationen über den Benutzer bspw., welcher bestimmte Daten erzeugt hat, werden im allgemeinen in Bezug auf diese Daten als Metadaten klassifiziert. Bilden die Benutzerdaten jedoch die Grundlage für eine Auslastungsanalyse der Mitarbeiter, verlieren sie in diesem Kontext ihren Metadatencharakter und bilden eine inhaltliche Datenbasis. Diese Erkenntnis hat insb. Aus­wirkungen auf die Modellierung der Metadaten.

 

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